Die richtige Einstellung der Sense

und der Griffe am Sensenworb. Bei dieser Anleitung wurde das vom Sensenverein Österreich entwickelte Sensenblatt verwendet.

1) Namen der Sensenteile

2) Namen der Worbteile

3) Kontrolle der Schneide

1-- Der Dengel, also der ca. 2 - 4 mm breite Bereich an der Schneide, sollte frei von Lack sein

2-- Zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, spürt man, wie die Sensenblattstärke im Bereich des Dengels keilförmig immer dünner wird, bis sie an der Schneide auf fast 0 mm zusammenläuft.

4) Montage der Sense am Sensenworb

1-- Den Worb (Wurf, Gricht, Sensenstiel oder Sensenbaum) so vor sich aufstellen, dass das kleine Langloch am Worbende zum Körper schaut.

2-- Den mitgelieferten Sensenring von oben auf den Worb schieben, dass die beiden Schrauben ebenfalls zum Körper zeigen.

3-- Der Daumen der linken Hand hält den Sensenring knapp unterhalb des Langlochs. Es muss aber frei bleiben.

4-- Mit der rechten Hand die Sense halten und die Hamme an den Worb anlegen, so dass die Warze in das Langloch einrastet.

5-- Die linke Hand schiebt nun den Sensenring hoch.

Beim Holzworb soweit, bis er in der Mitte des transparenten Kunststoffstreifens ist.

Beim Metallworb soweit hochschieben, bis er ca. 1 – 2 cm unter dem Worbende ist.

6-- Zuerst die untere Schraube und anschließend die obere Schraube leicht festziehen, gerade soviel, dass die Sense im Sensenring von Hand noch verschoben werden kann.

5) Montieren des vorderen rechten Griffes

1-- Den Worb mit der montierten Sense neben den linken Fuß auf den Boden stellen.

2-- Der rechte vordere Griff bildet mit der Griffverlängerung eine „L“ Form.

3-- Der Griff wird in der Höhe des Hüftgelenks montiert (max. 10 cm höher). Dabei steht die Griffverlängerung schräg nach oben.

4-- Beim Holzworb darauf achten, dass die Zahnung ineinandergreift. Die Halteschraube durch eine passende Befestigungsbohrung am Sensenworb schieben und mit ihr den Griff fixieren. Die Schraube mit Schlüssel oder Stecknuss mit 10 mm Schlüsselweite anziehen. Gutes Werkzeug vermeidet Schraubenbeschädigungen.

5-- Beim Metallworb das grüne Verschubstück mit den 4 Imbusschrauben festklemmen.

6) Montieren des hinteren linken Griffes

1-- Der hintere linke Griff wird direkt an den Worb geschraubt.

2-- Der Abstand vom vorderen rechten Griff ist die Länge des Unterarmes und der ausgestreckten Finger, plus max. 10 cm.

3-- Der linke Griff wird in der gleichen Richtung wie der rechte Griff montiert.

4-- Beim Holzworb die Verzahnung ineinander greifen lassen, die Schraube durch das passende Befestigungsloch schieben und den Griff damit fixieren.

5-- Beim Metallworb den Griff aufschieben und mit der Schraube in der passenden Position festklemmen.

6-- Das Verschieben wird erleichtert, wenn der Klemmspalt am Griff mit einem Schraubenzieher ein wenig aufgespreizt wird. VORSICHT! Bei zu kräftigem Spreizen kann der Griff brechen.

7) Schneidenhöhe einstellen

1-- Zum Schutz der Schneide soll diese an der tiefsten Stelle ca. 0,5 - 1 cm über dem Boden sein.

2-- Dies wird auf hartem, ebenem Untergrund überprüft.

3-- In der Grundstellung zum Mähen (siehe Punkt 10), wenn die Sense am Boden aufliegt, soll die tiefste Stelle der Schneide ca. 0,5 bis 1 cm über dem Boden sein.

4-- Ist die Schneide zu nahe am Boden, dann wird dies durch den mitgelieferten Holzkeil korrigiert.

5-- Er wird mit der spitzen Seite zuerst, von oben, zwischen Worbende und Hamme hineingesteckt.

6-- Je tiefer der Keil hineingesteckt wird, desto mehr hebt sich die Schneide vom Boden.

8) Sense in den Zirkel stellen (Grundeinstellung Gartensense)

1-- Der richtige Winkel zwischen Sense und Worb ermöglicht leichtes, effizientes Mähen. Er wird wie folgt eingestellt.

2-- Der hinterer linke Griff wird an die Fessel des rechten Fußes angelegt.

3-- Der Bart der Sense (= breiteste Stelle der Sense, direkt neben dem Worb), markiert einen Punkt am Boden.

4-- Nun die Sense um den Drehpunkt „Fußfessel“ nach rechts schwenken, so dass sich die Sensenspitze Richtung markierten Punkt bewegt.

5-- Die Sense ist richtig eingestellt, wenn „Bart und Spitze“ trotz Schwenken auf dem markierten Punkt liegen.

6-- Ist dies nicht der Fall, wird die Spitze durch Verschieben der Sense im Sensenring „hinaus- oder hereingestellt“, bis sie genau am markierten Punkt ist.

7-- Diese Einstellung heißt „Die Sense steht im Zirkel“ oder „Bart und Spitze sind am gleichen Radius“.

8-- Ein „Hereinstellen“ der Spitze innerhalb des „Bartpunktes“ bewirkt, dass die Schnittbreite (der mögliche Vorschub) geringer wird, die Sense aber leichter schneidet.

9-- Ein „Hinausstellen“ der Spitze bewirkt, dass die Schnittbreite größer wird, die Sense aber stärker zu führen ist.

10-- Die beschriebene Einstellung gilt für die typische „oberösterreichische Landsense“ und diesem Sensentyp ähnliche Sensen. Sie kann für Sensenlängen von 50 cm bis 75 cm angewandt werden. Sensen bis ca. 85 cm werden ca. 2 cm, Sensen bis ca. 95 cm werden ca. 4 cm hereingestellt.

9) Sense festschrauben

1-- Sind alle Einstellungen gemacht, kann die Sense fest angeschraubt werden.

2-- Dazu die 2 Schrauben wechselweise mit mäßiger Kraft festziehen. Bei zu großer Kraftanwendung könnte sich der Sensenring verformen.

3-- Beide Schrauben sollen gleich fest angezogen sein.

4-- Den festen Sitz der Sense regelmäßig kontrollieren, besonders nach der Winterpause.

10) Kontrolle der Einstellungen (Grundstellung zum Mähen)

1-- Der Sensenrücken liegt am Boden auf.

2-- Der Körper befindet sich in der Mitte zwischen den Sensengriffen.

3-- Der Oberkörper ist aufrecht.

4-- Die Beine sind leicht gespreizt (ca. Schulterbreite).

5-- Der rechte Fuß steht eine halbe Schuhlänge vor dem linken Fuß.

6-- Die Knie sind leicht gebeugt.

7-- Die Arme zeichnen von der Schulter zu den Griffen eine leichte „A“ Stellung und sind leicht gewinkelt.

8-- Beide Daumen liegen oben auf den Griffen.

9-- Links und rechts zwischen der Hüfte und den Sensengriffen ist genügend Freiraum für Bewegung. Die Schneide hat an der tiefsten Stelle ca. 0,5 - 1 cm Abstand vom Boden.

10-- Die Haltung ist locker.

11-- Einstellungskorrektur

Falls der rechte Arm ganz durchgestreckt ist, den rechten vorderen Griff um 1 – 2 Befestigungslöcher höher stellen (max. 10 cm höher). Anschließend alle Einstellungen ab dem Punkt „Montieren des linken hinteren Griffes“ wieder überprüfen und anpassen.

11) Ergonomie

1-- Eine effiziente, gesundheitsbewusste Mähhaltung ist nur mit einem richtig an den Körper angepassten Sensenworb und einer richtig eingestellten, scharfen Sense möglich.

2-- Dies ist mittels verstellbarer Griffe und einer passenden Sense möglich.

3-- Mit unserem Holzworb und unserer Sensenverein-Sense " Tannenbaum" sind diese Einstellmöglichkeiten gegeben.

Der Sensenverein Österreich wünscht „A guade Schneid“ und viel Freude beim Sensenmähen!

Gerne beantwortet der Sensenverein Österreich weitere Fragen.

Sensenverein Österreich

ZVR - Zahl: 712 507 472