Neues aus der Sensenwelt
75 Jahre Landjugend Oberösterreich:
75 Jahre Landjugend Oberösterreich: Jubiläumsfeier bei traumhaftem Bergwetter in Hinterstoder - und der Österreichische Sensenverein ist mit dabei
HINTERSTODER. Ein Dreivierteljahrhundert Geschichte, Gemeinschaft und Brauchtum: Die Landjugend Oberösterreich feierte am Sonntag, den 6. September 2026, ihr 75-jähriges Bestehen im Rahmen eines großen Bergevents auf der Höss in Hinterstoder.
Bereits ab 9 Uhr schwebten die ersten Gäste mit der Bergbahn Richtung Höss. Den ersten Höhepunkt des Tages bildete die feierliche Bergmesse am Schafkogelsee um 10:30 Uhr. Vor einer malerischen Kulisse versammelten sich zahlreiche Besucher.
Österreichischer Sensenverein begeistert mit traditionellem Handwerk und Schauvorführungen
Auch der Österreichische Sensenverein nutzte das Jubiläum der Landjugend Oberösterreich als eindrucksvolle Bühne, um ein echtes Stück gelebte Tradition ins Scheinwerferlicht zu rücken. Schon von Weitem zogen die wehenden Beachflags und auffälligen Banner des Vereins die Blicke der Vorbeigehenden auf sich und setzten die Station auf dem Höss-Plateau werbewirksam in Szene.
Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses stand dabei das handwerkliche Geschick rund um die perfekte Pflege des Sensenblatts. Direkt am Dengelstock zeigten die Experten des Vereins schrittweise, wie aus einer stumpfen Klinge durch rhythmisches Dengeln und gekonntes Wetzen wieder ein messerscharfes Werkzeug wird.
Die eindrucksvolle Schauvorführung lockte zahlreiche neugierige und interessierte Besucher an. Die Anwesenden nutzten begeistert die Chance, den Handwerkern über die Schulter zu schauen, offene Fragen zur richtigen Technik zu stellen und praktische Kniffe für den perfekten Schliff der eigenen Sense mit nach Hause zu nehmen.
Sabine Schmidt

6. Lange Nacht der Industriekultur
03.09.2026 – 6. Lange Nacht der Industriekultur im Traunsee-Almtal – Salzkammergut
Die Region Traunsee-Almtal stand am Donnerstag, den 3. September 2026, ganz im Zeichen von Innovation, Geschichte und Handwerk. Rund 5.000 begeisterte Besucherinnen und Besucher nutzten bei der 6. Langen Nacht der Industriekultur die Gelegenheit, von 16:00 bis 22:00 Uhr einen exklusiven Blick hinter die Kulissen von insgesamt 25 teilnehmenden Unternehmen, Museen und Kompetenzzentren zu werfen. Damit knüpft die Veranstaltung nahtlos an die Erfolge der Vorjahre an und unterstreicht die tiefe Verankerung der Industrie in der Identität des Salzkammerguts.
Gemeinsam mit dem mitwirkenden Museum „Sensenmuseum Geyerhammer“ https://www.sensenmuseum.at/ begeistert der Österreichische Sensenverein mit traditionellem Sensenhandwerk und zeigt starke Präsenz.
Schon von Weitem machten aufwendig platzierte Banner und Beachflags werbewirksam auf die Station des Vereins aufmerksam. Das traditionelle Handwerk zog rasch zahlreiche interessierte Besucher an, die den Experten aufmerksam über die Schulter schauten.
Sabine Schmidt

Am Dengelstock führten die Mitglieder des Vereins anschaulich vor, wie eine Sensenklinge durch präzises Dengeln und anschließendes Wetzen ihre optimale Schärfe erhält. Auch konnte das Mähen mit der Sense unter Anleitung der Profis ausprobiert werden. Viele Gäste nutzten ebenso die Gelegenheit, um wertvolle Tipps für das richtige Pflegen und Schärfen der eigenen Sense aus erster Hand mitzunehmen.
Radio OÖ Sommertour
Seit Montag, 13. Juli 2026, tourt Radio OÖ bei der "Radio OÖ Sommertour" insgesamt sechs Wochen lang abwechselnd quer durch das Bundesland OÖ. In ihrem Backstage-Blog nehmen sie die Hörer mit täglichen Berichten darüber mit.
Dienstag, 18. August stand der Besuch beim Sensenschmiedemuseum Micheldorf am Programm. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von uns, vom Sensenverein Österreich. Neben den Erzählungen von Martin Osen vom Sensenmuseum Micheldorf, der u.a. das Wort „Hammerterrisch" (ist ein umgangssprachlicher Ausdruck aus dem österreichischen und süddeutschen Raum und bedeutet schwerhörig, taub oder schlecht hörend) als die Schwerhörigkeit der Sensenschmiede beschrieb, die sie aber als Folge ihrer Arbeit mit Stolz und Würde getragen haben, wurde auch ein Kleinhammer für Demonstrationszwecke eingeschaltet.
Von Lukas Falkensammer, unserem langjährigen Sensenlehrer erfuhr die Reporterin Conny Deutsch live in der Sendung den Unterschied zwischen Dengeln und Wetzen. Ausgerüstet mit Sensen, Worb, Dengelbock, Amboss und Hammer demonstrierte und erklärte Lukas live für alle Radiohörer die Technik und Vorteile des Sensenmähens. Das Dengeln lockte viele Interessierte an und Lukas erklärte den 100en von Zuschauern geduldig seine Tätigkeit. Großes Kino, tolle Werbung für den Sensenverein!!
Sabine Schmied

Sommerfest 2026
Sommerfest des Sensenvereins – ein abwechslungsreicher Tag in Molln
Am 8. August trafen sich zahlreiche Mitglieder des Sensenvereins zum diesjährigen Sommerfest in Molln. Ein abwechslungsreiches Programm, interessante Einblicke und natürlich jede Menge Fachsimpelei rund um die Sense sorgten für einen gelungenen gemeinsamen Tag.
Den Auftakt machte am Vormittag eine spannende Führung im Wilderer Museum Molln – Maultrommel & Handwerk. Günther nahm uns mit auf eine Reise durch die Geschichte der Wilderei in Molln und wusste dabei viel Interessantes und Spannendes aus vergangenen Zeiten zu berichten. Besonders aufmerksam wurde natürlich auch der Bereich rund um die ehemalige Sensenherstellung in Molln unter die Lupe genommen – schließlich verbindet uns mit diesem Handwerk eine ganz besondere Leidenschaft.
Nach so vielen Eindrücken war es Zeit für eine Stärkung. Beim Wirt im Dorf wurde nicht nur gut gegessen, sondern auch ausgiebig diskutiert. Wie könnte es anders sein: Die Gespräche drehten sich natürlich schon bald wieder um die Sense und ums Dengeln.
Gut gestärkt ging es anschließend zur Dengelmaschinenvorführung. Ernst, Hansjörg und Peter hatten ihre „Schätze“ mitgebracht und zeigten, was mit den verschiedenen Maschinen möglich ist. Diese Gelegenheit ließen sich die übrigen Teilnehmer natürlich nicht entgehen. So manch stumpfe Sense wurde kurzerhand auf Vordermann gebracht – und am Ende waren wieder einige bestens gerüstet für den nächsten Mäheinsatz.
Den Abschluss unseres Sommerfestes bildete der Besuch des Naturschutzgebietes Jaidhaus. Christian, der auch Obmann des Vereins Bergwiesen ist, gab uns einen interessanten Einblick in seine Projekte. Dabei wurde deutlich, wie wertvoll die Erhaltung und Wiederherstellung ehemaliger Mähwiesen für die Artenvielfalt ist. Solche Flächen bieten Lebensraum für eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren und zeigen eindrucksvoll, wie eng traditionelle Bewirtschaftung und Naturschutz miteinander verbunden sind.
Ein rundum gelungener Tag mit interessanten Einblicken, guten Gesprächen, praktischen Erfahrungen und vor allem viel gemeinsamer Zeit unter Freunden des Sensenmähens. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen unseres Sommerfestes beigetragen haben!
Peter Plochberger

Hammerschmiedfest 2026
Sabine Schmidt



