Sensenmähen am Grottenhof 2026

Sensenmähen am Grottenhof

Der Schnupperkurs an der LFS Grottenhof findet heuer erneut statt: 52 Jugendliche lernen das Handwerk des Mähens und die Geschichte der Sense kennen.

Zum zweiten Mal war der Sensenverein Österreich zu Gast an der Fachschule Grottenhof. In der Projektwoche der ersten Schulwoche absolvierten alle 52 Schülerinnen und Schüler des 2. Jahrgangs einen zweistündigen Schnupperkurs unter der Leitung von Roland Seepacher, organisiert gemeinsam mit Pflanzenbaulehrer Stephan Pabst.

Vom Ursprung bis zur Schneide

Nach einer Sicherheitseinweisung ging es zunächst um die Geschichte der Sense: von den Sicheln der frühen Ackerbaukulturen über die ersten Sensen der Eisenzeit in den feuchten und kühleren Regionen Europas, wo die Heuernte für die Winterfütterung überlebenswichtig war, bis hin zur österreichischen Sensenschmiedetradition. Diese gilt heute als immaterielles Kulturerbe. Auch die Herstellung war Thema: Eine Sense wird in vielen Arbeitsschritten aus einem einzigen Stück Stahl geschmiedet.

Wissen, das man angreifen kann

Im praktischen Teil lernten die Jugendlichen die Bestandteile der Sense kennen: Sensenblatt, Wurf, Griffe und Befestigung. Außerdem erfuhren sie, wie die Sense richtig auf die eigene Körpergröße eingestellt wird. Roland Seepacher zeigte, wie gewetzt und gedengelt wird, damit die Schneide scharf bleibt. Anschließend ging es hinaus auf die Wiese, wo die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Mähtechnik selbst ausprobieren konnten.

Warum die Sense Zukunft hat

Roland Seepacher und Stephan Pabst ist es ein gemeinsames Anliegen, dass das Handwerk des Sensenmähens erhalten bleibt. Die Sense ist nicht nur ein Stück österreichischer Kultur, sondern bei regelmäßiger Nutzung auch ein Fitness- und Sportgerät. Fachlich überzeugt sie besonders im Grünland: Im Unterschied zur Motorsense entsteht ein glatter Schnitt. Das reduziert den Stress für die Pflanzen und beschleunigt das Nachwachsen. Dazu kommt, dass die Sense leise und kostengünstig ist, denn außer dem Wetzstein werden keine Ressourcen verbraucht. Wer sein Werkzeug gut pflegt, kann es sogar an die nächste Generation weitergeben.

Mit dem Schnupperkurs ist das Sensenmähen fix im Programm der Projektwoche am Grottenhof verankert. Der Sensenverein bedankt sich bei der Schule für die gute Zusammenarbeit und bei den Jugendlichen für ihr Interesse und ihren Einsatz.

Stephan Pabst

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